Teil 2: Kreativität und Innovation

Wen die Muse küsst. Oder: Was ist Innovation wirklich?

Die Agentur sucht „krea­tive Köpfe“. Der Marketingleiter will eine „krea­tive Idee“ für das neue Produkt. Das Management hat ein „Innovations-Meeting“ ange­setzt, um die Zukunft des Geschäftsbereichs zu planen. Kreativität und Innovation sind in aller Munde. Aber was genau steckt dahinter? Wie hängen die beiden zusammen? Was genau brau­chen Sie, um inno­vativ zu sein?

Schauen wir uns die Definitionen im Duden an. Kreativität defi­niert der Duden als schöp­fe­ri­sche Kraft. Innovation ist die Realisierung einer neuar­tigen, fort­schritt­li­chen Lösung für ein bestimmtes Problem durch Anwendung neuer Ideen und Techniken. Kreativität ist also das, was wir brau­chen, um Innovation zu realisieren.

Betrachten wir das Zusammenspiel von Kreativität und Innovation in einem Beispiel:

1) Die kreative Idee – Der Brückenbauer

Ihr Hund läuft immer wieder weg und Sie müssen ihn stun­den­lang suchen. Weil Sie zukünftig zu jedem Zeitpunkt wissen wollen, wo Ihr Hund ist, brau­chen Sie einen krea­tiven Einfall. Und plötz­lich haben Sie die Idee, zwei bereits exis­tie­rende Lösungen auf eine Art zu kombi­nieren, die es zuvor noch nie gegeben hat: Sie inte­grieren einen im Markt erhält­li­chen GPS-Ortungssender in ein eben­falls bereits im Markt erhält­li­ches Hundehalsband. Das ist der krea­tive Gedanke. In diesem Moment sind Sie ein Brückenbauer. Sie eröffnen den Menschen völlig neue Möglichkeiten der Hundehaltung. Sie verän­dern die Realität.

2) Die Realisierung – Der Macher

Sie bauen einen Prototyp und probieren, ob die Sache funk­tio­niert. Reicht die Sendeweite? Fühlt sich der Hund wohl mit dem neuen Halsband? Ist das Ganze robust genug, wenn er sich mal wieder unter dem Zaun durch­bud­delt? Jede neue Erkenntnis setzen Sie in einer Veränderung um, bis der Prototyp genau das kann, was Sie sich vorge­stellt haben. In diesem Schritt wird aus der Idee eine Lösung zum Anfassen. Und Sie sind zum Macher geworden: Sie haben die Idee aus Ihrem Kopf in die Welt gebracht.

3) Die Verbreitung – Der Begeisterer

Dies ist ein kriti­scher Punkt: Jetzt müssen Sie Ihren Prototyp in Serie bringen. Und das geht in der Regel nicht von allein. Sie brau­chen Mitstreiter, die Ihnen helfen, Ihr neues Hundehalsband zu produ­zieren und groß heraus­zu­bringen. Jetzt braucht es einen Begeisterer, einen echten Netzwerker, der eine Firma gründet, Kapital beschafft, eine Produktionsstätte einrichtet, Werbung macht, Verkäufer einstellt, ein Handbuch erstellt und Vieles mehr. Das müssen Sie nicht alles selbst tun oder können. Aber wenn diese Dinge nicht passieren, dann stirbt Ihre krea­tive Idee an diesem Punkt.

4) Die Zukunft vorbereiten – Der Weltverbesserer

Sie sind enorm erfolgreich. Ihre Hundehalsbänder sind der letzte Schrei in Europa, den USA und Asien. Ihre neueste Swarovski-Edition hat alle Verkaufsrekorde gebro­chen. Lehnen Sie sich jetzt zurück und genießen Ihre Umsatzzahlen? Im Diamantschneider-System sagen wir Nein: Jetzt ist es Zeit für Sie, mit Ihrer Kreativität die Welt zu verbes­sern. Jetzt pflanzen Sie die Samen für neue Innovation und neuen Erfolg.

Puh! Ganz schön viel? Fragen Sie sich jetzt, wie Sie das alles schaffen sollen? Kreativ sein und die PS auch noch auf die Straße bringen?

Die gute Nachricht ist: Im Diamantschneider-System können Sie das alles problemlos errei­chen. Und jeder­zeit – wirk­lich immer und überall – kreativ sein! Quasi auf Knopfdruck.

Im Diamantschneider-System gibt es Werkzeuge, wie Sie Erfolg in jedem dieser Schritte ganz gezielt pflanzen können.

Auch Sie können Innovation! Immer und überall

Sie erin­nern sich an den Stift? Alle Dinge, alle Menschen, alle Ereignisse in unserem Leben sind aus sich selbst heraus erst einmal „leer“. Der Chef, den wir nicht ausstehen können, ist für seine Ehefrau der wunder­barste Mensch der Welt. Alles, wirk­lich alles um uns herum, entsteht aus unseren Samen. Sie bewirken, dass wir die Dinge so wahr­nehmen, wie wir es tun: als blöden Chef oder als groß­ar­tigen Ehemann. Diese Samen entstehen aus unserem Verhalten gegen­über anderen. Wenn wir also ganz bewusst darauf achten, andere so zu behan­deln, wie wir selbst behan­delt werden wollen, wenn wir anderen helfen, das zu errei­chen, was wir selbst wollen, pflanzen wir die Samen, die das Gewünschte in unser Leben bringen.

Die alten Schriften helfen uns sogar noch weiter: Sie sagen uns ganz genau, was wir tun müssen, um bestimmte Dinge zu errei­chen. Wir nennen dies im Diamantschneider-System die 4×4. Das sind 4 „Werkzeuge“ mit je 4 Schritten zum Pflanzen der Samen für das, was wir uns erträumen. Wir können diese groß­ar­tigen Werkzeuge in diesem Blog nicht alle im Detail behan­deln, dazu gibt es zum Glück die DCI-Kursreihe, in der die Teilnehmer diese Werkzeuge dann auch gleich für ihre konkreten Themen anwenden.

Aber schauen wir uns hier kurz an, wie Sie einen dieser „Werkzeugsätze“, nämlich die 4 Starbucks-Schritte einsetzen, um Ihr Talent im Beruf zu leben.

1) Entscheiden Sie, was Sie wollen und sagen Sie es in einem kurzen Satz
In diesem Fall könnte das sein: „Ich will das Talent, das ich in mir spüre, in meinem Beruf erfolgreich ausleben.“

2) Finden Sie jemanden, der dasselbe will wie Sie und machen Sie einen Plan, wie Sie ihm oder ihr helfen können, es zu bekommen.
Sie erin­nern sich an das oben Gesagte? Wir müssen einem anderen dasselbe geben, was wir selbst wollen. Also müssen Sie jemand finden, der ein schlum­merndes Talent in die Welt bringen will. Sagen Sie nicht: So jemand kenne ich nicht! Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie fest­stellen, dass viele Menschen in Ihrer Umgebung diesen Traum haben. Machen Sie dann einen Plan, wie Sie dieser Person helfen wollen. Treffen Sie sich mit ihr eine Stunde pro Woche für die nächsten vier bis sechs Wochen in einem Café (daher auch der Name dieses Werkzeugs) und reden Sie mit ihr darüber, wie sie ihr helfen können, ihr einzig­ar­tiges Talent im Leben zu finden.

3) Tun Sie es.
Setzen Sie Ihren Plan um: Treffen Sie diese Person regel­mäßig und helfen Sie ihr. Konkretes Umsetzen pflanzt übri­gens auch Samen für den wich­tigen Schritt von der Kreativität zur Innovation, über den wir oben gespro­chen haben.

4) Kaffee-Meditation
Dieser Schritt ist der Wichtigste, denn er lässt Ihre Samen schnell und kraft­voll wachsen: Abends vor dem Einschlafen erin­nern Sie sich, wie Sie dieser Person geholfen haben und freuen sich darüber.

Dieses Beispiel stammt aus dem DCI-Kurs 2 „Talent, Leidenschaft, Bestimmung“. In weiteren Kursen dieser Serie geht es darum, wie wir z.B. die Samen für Erfolg (Kurs 1), für einen ruhigen Geist (Kurs 3), für harmo­ni­sche und glück­liche Beziehungen im privaten wie beruf­li­chen Bereich (Kurs 4 und Kurs 5), für die Überwindung von Abhängigkeiten (Kurs 6) oder für Erfolg als Führungskraft (Kurs 8) pflanzen können.

Und zum Schluss noch mal zurück zu Ihrem Hund, dem kleinen Racker, der die ganze Kreativitäts- und Innovationsgeschichte mit seinem stän­digen Weglaufen über­haupt erst ausge­löst hat: Läuft er weg, weil er ein frei­heits­lie­bender Streuner ist? Oder sind es womög­lich Ihre Samen….? ?

Geschrieben für Diamond Management
von Ulrike Bienert-Loy

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