Die 4 Blumen. Einmal gepflanzt, viermal geerntet.

Die vier Arten, wie Samen aufgehen.

Im letzten Blog haben wir darüber gespro­chen, wie Karma funk­tio­niert und welchen Gesetzen es folgt. Jetzt wollen wir uns die Resultate von Karma anschauen. Auf den ersten Blick sollte man nicht meinen, dass es da viel zu erklären gäbe. Wir alle haben schließ­lich tausendmal erlebt, wie sich die Resultate von Karma anfühlen, im Guten wie im Schlechten.

Aber heute steigen wir tiefer ein in die Geheimnisse von Samen und ihren Ergebnissen. Denn Samen erzeugen viel mehr, als “nur” die alltäg­li­chen Dinge, die wir uns rund um die Uhr erleben. Alles, wirk­lich alles in unserer Welt haben wir gepflanzt, indem wir zuvor jemand anderem genau das gegeben oder angetan haben, was uns jetzt selbst als Ergebnis zustößt.

Wie viel von dem, was ich gerade jetzt erlebe, kommt über­haupt von Samen? Klar, wenn ich jemanden anlüge, dann wird in der Zukunft jemand mich anlügen. Aber erschaffen die Samen auch den Beruf, den ich habe? Mein neues Haus? Meinen nächsten Urlaub? Meinen Partner? Meine Kinder? Mein Einkommen? Das Hagelunwetter, das mein Auto zerstört? Und wie ist es mit meinem eigenen Ich? Kommt das etwa auch von Samen?

Im Diamantschneider-System gibt es Antworten auf diese Fragen: Die 4 Blumen. “Blume” steht hier für alles, was aus den geis­tigen Samen erwächst. Wir könnten auch Ergebnisse oder Resultate dazu sagen. Das Spannende an den Blumen ist: Jedes Mal, wenn wir einen Samen pflanzen, wird er auf viererlei Art aufgehen. Sie pflanzen einen Samen. Und er bringt Ihnen vier Resultate. Schauen wir sie uns an:

Blume 1: Sie bekommen, was Sie geben

Das kennen Sie schon. So lautet auch das erste Karmagesetz. Es ist auch das erste, was uns einfällt, wenn wir an Karma denken. Wenn Sie gelobt werden wollen, verteilen Sie groß­zügig Lob. Wenn Sie nicht wollen, dass man Sie in Ihren Prozessen behin­dert, stellen Sie sicher, dass Sie niemandem im Weg stehen, physisch und im über­tra­genen Sinne.

Blume 2: Jede Handlung erschafft eine Gewohnheit

Es steckt unglaub­lich viel Kraft in der Macht der Gewohnheit. Das kann eine sehr gute Sache sein. Die 4 Diamantschneider-Schritte nutzen diese Kraft: Sie erin­nern sich? Wenn Sie zum Beispiel eine neue Fähigkeit erlernen wollen, helfen Sie jemand anderem, der eben­falls etwas Neues lernen möchte. Wenn Sie bewusst einige Zeit lang eine Stunde pro Woche diesen Menschen in seinem Vorhaben unter­stützen, pflanzen Sie mit den kraft­vollen Samen für schnelles Lernen noch Samen für zwei weitere Gewohnheiten: Sie werden aufmerk­samer für die Bedürfnisse von Menschen, die sich gerade einer neuen Sache in ihrem Leben stellen. Und Sie werden immer häufiger Dinge gene­rell auf die “Diamantschneider-Art” angehen: Nämlich indem Sie das, was Sie wollen, einfach pflanzen statt zu resi­gnieren oder sich an einer Welt abzu­ar­beiten, die “so ist, wie sie ist”.

Was uns direkt zur dritten Blume bringt.

Blume 3: Ihre Samen erschaffen die Welt um Sie herum

Leben Sie in so einer Welt? Einer Welt, die “so ist, wie sie ist” und an der Sie “sowieso nichts ändern” können. Einer Welt, die es in zwanzig Jahren nicht mehr geben wird, weil die Umwelt von den Vorgängergenerationen unwi­der­ruf­lich zerstört worden ist? Egal, was Sie tun, alles beweist Ihnen nur immer wieder, dass die Welt um sie unwei­ger­lich dem Abgrund entge­gen­tau­melt? Wenn das für Sie so ist, dann haben Sie die dritte Blume direkt vor Augen: Eine Welt, die an Umweltproblemen erstickt, Menschen um Sie herum, denen das augen­schein­lich egal ist, das heiße Wetter, die Dürrekatastrophen, all das kommt eben­falls von Samen. Und zwar von Samen in Ihrem Geist.

Wenn wir Mitmenschen, die unter ausweg­losen Bedingungen leiden, keine Aufmerksamkeit schenken, wenn wir nicht inne­halten, und Verantwortung dafür über­nehmen, dass sie Lösungen finden, dann ist das die Art von Ort, an dem wir leben müssen.

Wenn Sie also das nächste Mal mitbe­kommen, wie Menschen mit Problemen kämpfen, die von Regierungen oder Politikern verur­sacht worden sind, mit harten klima­ti­schen Bedingungen oder mit Umweltkatastrophen, dann enga­gieren Sie sich. Dazu müssen Sie kein Schiff char­tern und Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten. Wenn Sie sich vor Ihrer Haustür mit krea­tiven Ideen dafür einsetzen, dass Menschen faire Bedingungen für ein Leben in Hoffnung finden, wenn Sie in jeder Form bere­chen- und planbar für Ihre Mitmenschen sind, wenn Sie Ihre Versprechen konse­quent einhalten, dann pflanzen Sie Samen dafür, dass Sie in einer Welt leben werden, in der enga­gierte Menschen gemeinsam Lösungen finden und umsetzen, in der es Hoffnung gibt und in der Vorhaben auch zu Ende geführt werden.

Wenn Sie zusätz­lich noch Ihren Müll trennen und viel­leicht ab und zu tatsäch­lich auch den Müll wegräumen, den ein anderer achtlos liegen­ge­lassen hat, und all das einer sauberen Umwelt widmen, dann werden Sie Ihre Blumen noch schneller erblühen sehen. Und damit ist durchaus nicht nur der physi­sche Müll gemeint. Sondern auch jegli­cher Müll im über­tra­genen Sinne, zum Beispiel nutz­lose oder tren­nende Rede, alle Arten von Lärm und Ressourcenverschwendung oder das Abwälzen eigener Probleme auf andere.

Blume 4: Samen bleiben übrig und erschaffen die nächste Welt, die Sie erleben

Kein Samen geht jemals verloren. Unser ganzes Leben lang sammeln wir Samen an, mit allem, was wir denken, sagen und tun. Alle 24 Stunden verdop­pelt sich die Kraft dieser Samen. Nichts kann einen einmal gepflanzten Samen zerstören. All das wissen wir aus den Karmagesetzen. Er wächst bis zu dem Tag, an dem er sich öffnet und im Öffnen vergeht.

Aber nicht alle dieser Samen öffnen sich in diesem Leben. Millionen und Abermillionen von ihnen wachsen in unserem Geist in einem Körper, der norma­ler­weise älter wird und irgend­wann stirbt.

Was passiert dann mit all den über­schüs­sigen Samen? Wir können sagen, dass sie bleiben, während der Körper stirbt. Sie gehen weiter auf, wie vorher. Und sie erschaffen eine neue Umgebung: eine neue Welt und neue Menschen und Ereignisse.

Dies sind extrem tiefe Samen, denn sie leben über unsere Lebensspanne hinaus. Wenn sie sich nach einer langen Zeit öffnen, in der sie immer und immer wieder ihre Kraft verdop­pelt haben, sind sie stark, viel kraft­voller als die Samen, die in unserem Alltag aufgehen. Sie öffnen sich auf ihre Weise und unser ganzes vorhe­riges Leben, alle seine Gedanken, Worte und Werke, gute wie schlechte, bestimmen die Grundlagen einer ganz neuen Welt.

Was für eine Welt wird das sein? Wenn wir uns dafür einge­setzt haben, Bedingungen zu schaffen für krea­tive Gemeinschaft, für Hoffnung und Verlässlichkeit und für Umweltverantwortung, dann wird diese Welt, die wir betreten, eine strah­lende, saubere, gesunde Welt voller Schönheit sein.

Die vier Blumen sind ein direkter Appell an unsere Aufmerksamkeit. Umweltverschmutzung ist nur ein Beispiel für die alll­um­fas­sende Präsenz unserer Samen. Es gibt noch viele weitere Arten von “Welten”, in denen Menschen aufgrund ihrer Samen leben müssen. Krieg ist ein weiteres Beispiel. Seuchen und Naturkatastrophen sind weitere.

Viel Spaß und Erfolg beim Samenpflanzen,
Ihr Diamond Management Team

Geschrieben für Diamond Management
von Ulrike Bienert-Loy

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