Brigitte Zahrl

Ein Gastbeitrag von Brigitte Zahrl vom Karmischen Netzwerk International.

„Interessiert mich gar nicht, was ich in meinem vorigen Leben angestellt habe und jetzt ausbaden muss“, dachte ich mir noch vor ein paar Jahren, wenn ich das Wort „Karma“ hörte. Rückblickend habe ich fast den Verdacht, dass ich damals schon eine leise Ahnung hatte, dass an diesen Zusammenhängen etwas Wahres dran ist.

Dann erzählte mir eine Freundin von Geshe Michael Roach und seiner Geschichte. Ich besuchte Vorträge und Seminare von seinen SchülerInnen und schließlich auch von ihm persönlich.

Seit dieser Zeit hat sich mein Leben stark verändert

Nach einigen Anläufen konnte ich eine regelmäßige Meditationspraxis entwickeln, ich mache mal mehr mal weniger regelmäßig Yoga und ich studiere mit Begeisterung den Tibetischen Buddhismus. Das 6Mal-Buch unterstützt mich, mein Verhalten im Alltag ethisch zu überprüfen und alles in allem wage ich zu sagen, dass ich mich schon zu einem besseren Menschen entwickelt habe.

Das Wort „Karma“ ist ja diese Tage schon fast ein Modewort und wird gerne im Marketing eingesetzt: „Karma-Schmuck“ hier und „Karma-Körperlotion“ da. Und was halte ich jetzt von Karma und was mach ich damit?

Die wörtliche Übersetzung von Karma heißt „Jede Bewegung des Geistes und was dadurch verursacht wird“

Wenn ich diesen Satz bis in die letzte Konsequenz durchdenke, ist es eine gute Idee, mir bewusst meine Gedanken, Worte und Handlungen, die ich so täglich von mir gebe, anzuschauen und darüber zu reflektieren. Das heißt, wenn ich erfreuliche Ergebnisse haben möchte, ist die einzige Möglichkeit, mich dementsprechend zu verhalten. Wenn ich immer genug zum Leben haben möchte, sollte ich großzügig sein und das Eigentum anderer achten. Wenn ich erfüllende Beziehungen haben möchte, sollte ich anderer Menschen Beziehungen achten und wenn ich bei guter Gesundheit sein möchte, sollte ich Leben schützen.

In einer beruflich/geschäftlichen Chaos-Phase vor etwa 5 Jahren war die logische Folge die Gründung des Karmischen Netzwerks International. Wenn ich mit meiner Leidenschaft des Netzwerkens und Kontaktens geschäftlich erfolgreich sein wollte, dann müsste ich auch andere Menschen in ihrem Geschäft unterstützen. Und so finden jetzt seit mehr als 4 Jahren regelmäßig Business-Frühstückstreffen an mehreren Standorten statt. Die Mitglieder und Gäste hören von den karmischen Werkzeugen und unterstützen sich ebenso gerne gegenseitig in ihrem Geschäftsaufbau.

Nun ist es ja eine Sache, ein Geschäft aufzubauen und dann noch eine andere Sache, das Geschäft auch am Laufen zu halten. Und so habe ich immer wieder – ebenso wie viele andere – mit Aufs und Abs umzugehen. Was tun, wenn mal wieder Flaute ist? Wenn Menschen im Netzwerk zwar Geschäfte lukrieren wollen, aber sich für die ethischen Grundsätze wenig interessieren? Wie umgehen mit vermehrten Austritten oder auch mit Kritik?

Eine Umfrage unter den Mitgliedern, ein neuer Webauftritt oder andere Marketing-Strategien sind weltliche Mittel der Wahl und gehören auch für mich dazu. Was allerdings diese Handlungen erst erfolgreich machen kann, ist das zugrundeliegende Karma. Das heißt für mich, dass ich immer wieder auf detektivische Spurensuche gehe: Habe ich auch die 4 Schritte richtig angewendet? Sorge ich mich ausreichend um meine Business-PartnerInnen? Halte ich meine Versprechen ein und beschäftige ich mich auch ausreichend mit dieser „anderen“ Weltsicht?

Dieser „neue“ Weg hat schon Unglaubliches in meinem Leben geschehen lassen. Eine Netzwerk-Gruppe konnte ihre Mitglieder-Anzahl in drei Monaten verdreifachen. Unterstützungsangebote tauchen aus unerwarteten Quellen auf. Ein nagelneues Auto wird mir geschenkt. Ungemütliche Zeitgenossen erfahren eine Charakteränderung oder verschwinden aus meinem Leben …

Es ist aber auch nicht so, dass nur Erfreuliches passiert

Auch das eine oder andere, das man niemandem wünscht, geht plötzlich auf, wenn vergangene Taten zu Ergebnissen reifen. Und ist das dann ein Drama? Immer weniger. Persönliche Attacken und Angriffe, verursacht durch Unverständnis, sind in den letzten Jahren schon kaum mehr meine Reaktionsmuster. Heute setze ich mich eher auf mein Kissen und nutze die Analyse der Situation dazu, besser zu verstehen. Manchmal folgt noch ein unterstützendes Gespräch mit anderen Studierenden oder einer meiner LehrerInnen.

Für das, was ich auf diesem Weg, den ich die letzten Jahre beschreite, erleben und erfahren durfte, bin ich unendlich dankbar. Ich bin sehr froh darüber, dass meine Zeit des Suchens und der Süchte vorbei ist. Das Meditieren und Praktizieren übt jetzt mehr Anziehung auf mich aus, als durchfeierte Nächte oder Fußballspiele. Und das fühlt sich gut an!

Weitere Erfahrungen von Teilnehmern unserer Seminare und von Anwendern der Diamantschneider-Prinzipien lesen Sie auf der Seite „Referenzen“.

BP014---Was geht mich mein Karma an- (Gastartikel von Brigitte Zahrl)

Photo-Credit: © by Stevebidmead | pixabay
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