Transformation: Ich bin nicht gut genug

Du musst so nicht leben!

Im Jahre 2011 habe ich Geshe Michael Roach und die Diamantschneider-Prinzipien beim DCI Level 3 kennengelernt. Einer der ersten Sätze von Geshe Michael Roach, der mich sofort ansprach, war: „Du musst so nicht leben!“. Die Diamantschneider-Prinzipien fand ich hochinteressant, weil sie sehr logische Antworten und praktikable Ansätze gaben auf genau die Lebensfragen und -themen, die mir wichtig waren. In den Jahren, die danach kamen habe ich viele der Werkzeuge erfolgreich anwenden können, um das in mein Leben zu bringen, was ich mir wünschte. Damals im Jahr 2011 war mein Hauptthema wohl: Unzufriedenheit, Selbstzweifel – das Gefühl nicht genug zu sein bzw. nicht genug zu leisten. Dementsprechend war mein Ziel: innerer Frieden, Selbstakzeptanz oder sogar Selbstliebe.

Ich erkenne: ich kritisiere mich selbst

Als erstes habe ich geschaut, ob und welche Samen ich noch pflanzte, die zu dieser Unzufriedenheit führten. Ich konnte feststellen, dass ich mich im Grunde selbst ständig kritisierte. Aufgrund des Wissens um die Diamantschneider-Prinzipien war mir nun bewusst, dass ich die Samen dafür mit anderen Menschen gepflanzt haben musste. Dabei entdeckte ich meine Tendenz, andere Menschen recht schnell zu bewerten.

Erkennen und Verändern

Mit dem Werkzeug der 4 Kräfte begann ich nun daran zu arbeiten:

  • Das heißt, ich machte mir im ersten Schritt bewusst, welche Auswirkungen dieses bisher gewohnte Verhalten mir zukünftig bringen würde.
  • Im zweiten Schritt vergegenwärtigte ich mir, dass dieses Verhalten keine gute Idee ist, da es mir negative zukünftige Ergebnisse bringen würde.
  • Im dritten Schritt arbeitete ich daran, andere nicht mehr zu bewerten bzw. zu kritisieren.
  • Und im vierten Schritt überlegte ich mir eine „Wiedergutmachung“: Ich begann vermehrt auf das Positive bei meinen Mitmenschen zu achten und sie wertzuschätzen und mit ihnen auch entsprechend zu kommunizieren. Die Anwendung der Kaffee-Meditation (das sich Freuen über dieses neue Verhalten) machte die Samen dann stark.

Innerer Frieden kehrt ein

Heute kann ich sagen, dass ich mein Ziel zu einem Grad erreicht habe, von dem ich nicht wusste, dass er möglich ist. Ich empfinde inneren Frieden, bin viel selbstsicherer geworden und bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit mir. Heute weiß ich, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein, keine Fehler zu machen oder zu 150% leistungsfähig zu sein und ich weiß, dass das alles mir nicht meinen inneren Frieden und die Liebe zu mir selbst geben kann. Heute weiß ich, woher innerer Friede wirklich kommt (nämlich daher wie ich mich gegenüber anderen verhalte) und ich pflanze einfach die entsprechenden Samen und mache sie mit der Kaffee-Meditation stark.

Kerstin Schmitt

Photo-Credit (Beitragsbild): © by TheUjulala | pixabay
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