Wie Ihnen die 10 ethischen Grundsätze helfen.

Wir haben in den vergangenen Blog Posts schon vielfach betont, wie wichtig es ist, gute karmische Samen zu pflanzen. Eine Möglichkeit ist die Anwendung der sogenannten „Vier Starbucks-Schritte“.

Im hektischen Geschehen des Alltags kann man mitunter den Faden leicht wieder verlieren, gerade wenn man mit der bewussten karmischen Landwirtschaft noch am Anfang steht. Es wäre hilfreich, einen Leitfaden zu haben, der Orientierung bietet, der uns bei Entscheidungen und in unserem Verhalten unterstützt.

In den alten tibetischen Büchern heißt es, dass wir 84.000 verschiedene Arten von guten Samen pflanzen können. Und es gibt eine berühmte Liste der 10 kraftvollsten guten Samen, die Ihnen als Leitfaden dienen können. Es ist vorteilhaft, sie zu kennen, denn sie können Ihnen viel Zeit sparen.

Sie sind unterteilt in drei Kategorien:

  • Darauf achten, was wir mit unseren Händen und mit unserem Körper tun
  • Darauf achten, was wir mit unseren Worten tun
  • Darauf achten, was wir denken

Darauf achten, was wir tun: mit unseren Händen und mit unserem Körper

1. Leben schützen

Wenn wir gesund sein möchten, wenn wir ein Leben ohne Schmerzen und Ärger anstreben, müssen wir die Samen dafür pflanzen, indem wir Leben beschützen, jegliches Leben.

Ein Mensch, der die Kraft von selbst winzigen Samen versteht, ist ganz besonders vorsichtig, das Leben von Anderen nicht zu gefährden. Er würde niemals am Steuer telefonieren, weil er dadurch riskiert, einen Menschen ernsthaft zu verletzen oder sogar zu töten.

Leben zu schützen bezieht auch den Umgang mit Insekten und auch unsere Ernährung mit ein. Die Frage, ob Sie sich nun vegetarisch ernähren sollen, können wir nicht für Sie beantworten. Wir können nur sagen, dass alles, was aus unseren Samen wächst, dem entspricht, was wir getan haben, um sie zu pflanzen. Wenn wir einem anderen Wesen mit Bewusstsein großen Schmerz bereiten oder es zerstören, dann wird dasselbe nur um ein Vielfaches auf uns zurückfallen.

2. Das Eigentum anderer achten

Wir gehen selbst mit kleinen Dingen, die anderen Menschen gehören, sehr respektvoll um. Denn selbst eine winzige Handlung des Stehlens – beispielsweise einen Stift aus dem Büro mitnehmen – pflanzt einen Samen, der zu einer Situation wachsen kann, in der jemand unseren Laptop im Café stiehlt. 

Auch der Umgang mit öffentlichem Eigentum spielt eine große Rolle: Hinterlassen wir beispielsweise eine öffentliche Toilette so, wie wir es auch zu Hause tun würden? Oder werfen wir unseren Abfall wirklich immer in die dafür vorgesehenen Behälter?

Letztendlich stehlen wir durch solches Verhalten von der Allgemeinheit und pflanzen den Samen, eines Tages nicht genug zum Leben zu haben.

3. Beziehungen respektieren

Wir dürfen mit unserem Verhalten eine feste Beziehung  – sei es unsere eigene oder die eines anderen – nicht gefährden. Eine feste Beziehung bedeutet, dass einer oder beide Partner glauben, dass die andere Person versprochen hat, nur einen Partner zu haben. Das Karma, eine andere Beziehung zu zerstören, damit Sie einen Partner haben, bewirkt, dass dieser Partner Ihnen nicht treu ist. 

Die alten tibetischen Bücher geben eine sehr gute Daumenregel, wie man jegliches Problem vermeidet. Immer, wenn Sie mit einem anderen Menschen zusammen sind, stellen Sie sich vor, dass Ihr Partner oder der des anderen anwesend ist. Sagen oder tun Sie nichts, dass Sie nicht sagen oder tun würden, wenn der Partner anwesend wäre. Dann ist es ganz leicht zu erkennen, wann Sie die Grenze, die Beziehung anderer nicht zu respektieren, überschreiten würden.

Darauf achten, was wir mit unseren Worten tun

4. Die Wahrheit sagen

Die Wahrheit zu sagen heißt, wirklich ehrlich und wahrhaftig zu sein und auch Übertreibungen zu vermeiden. Wenn wir uns beobachten und unsere Worte kontrollieren, bemerken wir die eine oder andere kleine Flunkerei. Mit der richtigen Aufmerksamkeit wird das aber nachlassen und Sie werden sich in einem Umfeld der Wahrheit, in der Korruption und Unehrlichkeit nicht mehr vorhanden sind, wiederfinden. 

5. Dinge sagen, die Menschen zusammenbringen

Wir kritisieren oder lästern in unseren alltäglichen Unterhaltungen oft über gemeinsame Freunde. Der Punkt ist, dass wir ganz oft, wenn wir uns mit jemandem unterhalten, bewusst oder unbewusst auf eine Art und Weise sprechen, die ihn von anderen entfremdet – oft mit dem Hintergrund, sich selbst aufzuwerten. Und so machen wir kleine giftige Bemerkungen, die Menschen auseinander bringen.

Es ist viel sinnvoller, wenn wir uns in unseren Gesprächen auf die Dinge konzentrieren, die andere gemeinsam haben und wir uns bemühen, sie zusammenzubringen, so dass sie sich näher kommen und Freunde werden. Als Resultat befinden wir uns plötzlich in einem Netz von gegenseitiger Hilfe und Freundschaft.

6. Freundlich sprechen

Freundlich sprechen meint liebevolle und sanfte Wort zu wählen – auch in Gedanken. Der Grundgedanke ist, Worte so zu benutzen, dass sie die Herzen der anderen Person erfreuen und beruhigen, anstatt ihre Gefühle zu verletzen und ihren friedvollen Geist zu stören.

7. Bedeutsame Dinge sagen

Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, stellen wir ganz schnell fest, dass wir viel und oft über Dinge reden, die keine große Bedeutung haben. Das ist ganz besonders eine mediales Problem, dem man sich aber ohne Weiteres entziehen kann.

Das Sammeln von unwichtigen Informationen ist ganz besonders schlecht für die Ruhe Ihres Geistes. Anstatt Ruhe und Fokus in den Gedanke zuhaben, müssen Sie das Bla-Bla in Ihrem geistigen Ohr ertragen.

Wenn die Menschen um uns herum anfangen, zu viel über unwichtige Dinge zu reden, ist es zudem auch Zeitverschwendung. Versuchen Sie, ohne unhöflich zu sein, die Zeit auf sinnvollere Weise zu verbringen. Wenn das nicht möglich ist, hören Sie aufmerksam zu und versuchen Sie, etwas zu lernen und die andere Person glücklich zu machen.

Darauf achten, was wir denken

8. Glücklich sein, wenn andere bekommen, was sie sich wünschen

Hier geht es ganz banal darum, das Gefühl des Neides zu vermeiden. Fast alle Menschen haben die merkwürdige Angewohnheit, ein wenig neidisch zu sein, wenn andere in ihrem Leben Erfolg haben – ganz besonders, wenn es jemand ist, den wir nicht besonders mögen.

Es ist extrem kraftvoll, glücklich darüber zu sein, dass andere Menschen bekommen, was sie sich wünschen. Es kostet uns nichts und es verletzt uns nicht. Wenn wir uns über das Gute freuen, das andere Menschen erhalten, pflanzen wir damit fantastische Samen dafür, dass andere Menschen sich neidlos über unsere eigenen Erfolge freuen.

9. Mitfühlen, wenn andere Probleme haben

Wenn wir eine schwierige Zeit durchmachen, dann schätzen wir es, wenn andere gewillt sind, unsere Geschichte anzuhören und mit uns mitzufühlen. Es ist daher keine große Sache zu erkennen, dass andere unser Mitgefühl auch schätzen würden und außerdem ist es ein sehr angenehmes Gefühl, Trost zu spenden.

Schauen wir darauf ob es uns mit fast unmerklicher Befriedigung erfüllt, wenn andere in Schwierigkeiten stecken. Seien es Menschen, die wir mögen oder nicht oder gar nicht näher kennen wie z.B. Prominente von deren Problemen wir in den Klatschblättern lesen.

Wenn jemand Probleme hat, sollten wir uns gegenseitig helfen und wenn jemand ein paar Minuten glücklich ist, sollten wir das feiern und uns darüber freuen.

10. Verstehen, wo die Dinge wirklich herkommen

Ab und zu einen Stift zu Hand zu nehmen und darüber nachzudenken, woher all die Dinge und Menschen in unserem Leben kommen, ist das allerbeste Karma. Dies vertieft sich zu einem tiefgründigen Wissen, warum so etwas wie ein Stift funktioniert, warum er schreibt und warum alles in dieser Welt überhaupt funktioniert.

In einem unserer Blog Artikel haben wir bereits erklärt, wie Sie Dinge verändern können, wenn Sie den Stift verstehen!

Und dieses Verständnis weitet sich automatisch in die Wertschätzung guter Samen aus, insbesondere für diese 10 besten Karmas. Wenn wir den Stift nicht verstehen, wenn wir nicht verstehen, wie die Dinge wirklich funktionieren, dann könnten wir die falsche Vorstellung entwickeln, dass uns etwas Gutes widerfährt, ohne dass wir zuerst jemand anderem etwas Gutes getan haben. Oder, dass es hilfreich sein könnte, jemand anderen zu verletzen, um etwas zu bekommen, was wir uns wünschen.

Und deswegen beschützt uns das zehnte der besten Karmas automatisch. Denn, wenn wir dieses Karma pflanzen, dann möchten wir definitiv die anderen neun pflanzen. Mit etwas Nachdenken finden Sie selbst heraus, dass diese zehn fast alles Gute in unserem Leben erzeugen, was wir uns wünschen.

von Karen Unfug

Wie Ihnen die 10 ethischen Grundsätze helfen

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